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Mein Kinderpflegebett 💟 TIMMY

von KayserBetten

FĂŒr Kinder, die mit einer Behinderung leben, ist ihr Bett nicht nur ein Ort zum Schlafen.
Viele dieser Kinder verbringen auch tagsĂŒber viel Zeit in ihrem Bett.
Darum muss ein solches Kinderpflegebett anders konstruiert sein, als das ĂŒbliche Kinderbett.

Wie ein Kinderpflegebett wirklich kindgerecht wird

Lernen durch Bewegung

Die TiefensensibilitĂ€t, Propriozeption, der Kinder wird dadurch angesprochen, dass sie sich in ihrem Bett in ausreichendem Maß bewegen können. Dieses ist fĂŒr die Entwicklung des Gehirns und die Bahnung von Nervenendungen unabdingbar. Doch genau hier verbirgt sich eine gewisse Problematik fĂŒr Kinder mit Handicap.

Ein gesundes Kind ab dem Kleinkindalter kann seine eigenen motorischen FĂ€higkeiten in aller Regel schon recht gut einschĂ€tzen, so dass beim Herumturnen im Bett normalerweise keine UnfĂ€lle passieren – es fĂ€llt nicht heraus und es verheddert sich auch nicht in einem Gitter.

Ein Kinderpflegebett ist immer etwas Besonderes. Bei Kindern mit Behinderung können nicht nur die motorischen FÀhigkeiten eingeschrÀnkt sein, sondern Spastiken und KrampfanfÀlle machen es Kindern mitunter unmöglich, sich zielgerichtet zu bewegen. Insofern steigt hier die Gefahr der Verletzung.

Folglich ist es notwendig, dass ein Kinderpflegebett diesen speziellen Anforderungen gerecht wird. Dazu mĂŒssen die Seitengitter des Bettes in verschiedenen Bauhöhen und Ausfertigungen (StĂ€be oder Acrylglasscheiben) angeboten werden, um den individuellen BedĂŒrfnissen und Ressourcen des Kindes gerecht zu werden. Das Thema Sicherheit spielt bei Kinderpflegebetten immer eine ganz große Rolle. Die normgerechte Bauweise regelt das Medizinproduktegesetz. FĂŒr die gute StabilitĂ€t und FunktionstĂŒchtigkeit bei tĂ€glicher Nutzung ĂŒber viele Jahre hinaus ist das Engagement des Herstellers gefragt. Sparsamkeit zum Beispiel bei der Bemessung der Holzdimensionen ist genau der falsche Ansatz.

Damit unsere Kleinen nicht auch noch mit allergischen Problemen zu kĂ€mpfen haben, soll bei der Fertigung immer natĂŒrlichen Materialien, so weit wie möglich, der Vorzug vor synthetischen Produkten gegeben werden. Massives Buchenholz, bearbeitet mit schweiß- und speichelechten Lacken, fĂŒhlt sich samtweich an und entspricht dem physiologischen Empfinden unserer Kinder. Geschliffene RundstĂ€be können die Greif- und LaufbemĂŒhungen unterstĂŒtzen.  Diese kleine Exkursion in die Welt der Kinder zeigt ganz deutlich: ein Bett ganz allgemein, lĂ€sst sich nicht auf eine SchlafstĂ€tte reduzieren. Es ist viel mehr ein Ort der Phantasie und der Geborgenheit.

Ein Kinderpflegebett dagegen ist etwas ganz Eigenes. Es muss durch seine besondere Bauweise und Ausstattung zuverlĂ€ssig funktionieren, damit die Behinderung des Kindes so weit wie möglich ausgeglichen und die tĂ€gliche mĂŒhevolle Arbeit der Pflegeperson spĂŒrbar erleichtert wird. Motorisch höhenverstellbare Einlegerahmen mit verschiedenen Funktionen und die passenden Matratzen gehören deshalb obligatorisch zu jedem Kinderpflegebett.

Besonderer Stellenwert eines Bettes aus Sicht der Kinder

Spiel-, Schlafplatz und Burg

Vor allem fĂŒr Kinder haben Betten eine ganz besondere Bedeutung. Sie verbringen in jedem Kindesalter sehr viel Zeit darin. Und das nicht nur zum Schlafen. Kinder lieben es, in ihrem Bett zu spielen, zu essen, Musik oder Hörspiele zu hören, zu lesen oder gar zu turnen. Das Bett ist aber auch die „Burg“ in die sich ein Kind zurĂŒckziehen kann, wenn es traurig ist oder wenn es schmollt. Es dient auch als Lieblingsplatz zum TrĂ€umen und Kuscheln.

Sowohl fĂŒr Kinder, als auch fĂŒr Erwachsene, stellt das eigene Bett einen höchst intimen Raum dar. FĂŒr Kinder sind ganz andere Merkmale bei ihren Betten entscheidend. FĂŒr sie ist das Aussehen ihres Bettes wichtig. Die Optik des Bettes muss in den Kinderaugen ansprechend sein. Sie bevorzugen Betten, die ein farbiges Design haben, die interessant aussehen und einfach durch Farbe und Form einladend wirken.

Aber nicht nur das Aussehen, sondern auch die Haptik muss stimmen. Kinder erkunden ihre Umwelt nicht nur mit den Augen, sondern vor allem auch mit den HĂ€nden. Sie bevorzugen Betten, die die visuelle und haptische Wahrnehmung ansprechen. Das macht einfach Spaß und regt die kindliche Phantasie an.Vom WohlfĂŒhlen und Erleben . . .

Ein weiterer wichtiger Punkt fĂŒr Kinder ist, dass sie sich in ihren Betten wohlfĂŒhlen können. Zum WohlfĂŒhlen braucht es nicht nur kuschelige BettwĂ€sche und PlĂŒschtiere, sondern auch die Verwendung von angenehmen Baumaterialien. Die Verwendung von glattem, wohlgeformtem Holz ist hier genauso wichtig wie eine angenehme, weiche Matratze. Solche Materialien dienen nicht nur dem WohlfĂŒhlen, sondern vor allem auch der schon angesprochenen haptischen Wahrnehmung.

Manchmal ist es mit dem Sandmann nicht so einfach . . .

Kinder Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen haben. Es ist nicht selten, dass sie eine recht lange Zeit benötigen, um einzuschlafen. Oft mĂŒssen sich die Eltern die Zeit nehmen, bei ihrem Kind zu liegen, bis es eingeschlafen ist. Aber auch ein hĂ€ufiges nĂ€chtliches Erwachen ist fĂŒr diese Kinder zunĂ€chst nicht ungewöhnlich. Zum Leidwesen der Eltern schlafen sie oft nicht von alleine wieder ein, so dass die Eltern sich wiederum um ihre Kinder kĂŒmmern mĂŒssen.

Einige Kinder mĂŒssen nachts zusĂ€tzlich pflegerisch versorgt werden, sei es, dass Windeln gewechselt oder sie gelagert werden mĂŒssen. FĂŒr Eltern und ihre Kinder bedeutet es, dass sie Nacht fĂŒr Nacht viel Zeit in und um das Bett gemeinsam verbringen. Eine vernĂŒnftige GrĂ¶ĂŸe, auch zum Therapieren oder zum freien Aufenthalt, ist hier wichtig. In EinzelfĂ€llen sind ÜbergrĂ¶ĂŸen erforderlich. Das Kinderpflegebett nimmt so einen noch viel grĂ¶ĂŸeren Stellenwert ein, als es bei Kindern ohne Handicap der Fall ist.Was so ein Kinderpflegebett alles können muss . . .

FĂŒr Kinder mit Behinderung gilt dies genauso wie fĂŒr alle anderen Kinder. Der große Unterschied besteht darin, dass viele dieser Damit wird nachvollziehbar, dass ein Kinderpflegebett andere Anforderungen erfĂŒllen muss als ein „Standard-Kinderbett“. Es dient dem Kind nicht nur zum Schlafen, sondern auch Eltern als UnterstĂŒtzung pflegerischer Interventionen. Wenn ein Kind unter Schlafstörungen leidet und nicht alleine einschlafen kann, muss das Bett manchmal sogar einem Elternteil als Schlafplatz dienen.

HĂ€ufig wird das Kinderpflegebett aber auch in einem weiteren Kontext genutzt – viele Therapeuten nutzen das Bett als Therapieliege. Das Kinderpflegebett muss also so gestaltet sein, dass es den Kindern genau soviel Bewegungsfreiheit bietet, wie es seine Möglichkeiten zulassen.

Die gute ZugÀnglichkeit von allen vier Seiten zeichnet die Kinderpflegebetten Timmy aus.

Das Kinderpflegebett Timmy ist fĂŒr Kinder mit schweren und schwersten Erkrankungen und Behinderungen, wie Tetraspastik, IPC, Muskelhypotonie, Tetraparese, Wachkoma, etc., hervorragend einsetzbar. 

Es eignet sich fĂŒr Kinder, die sich nicht selbststĂ€ndig aufrichten können.

Infos zu Timmy-Betten

Die farbige AusfĂŒhrung dieses Bettes mit aufgedruckten Tiermotiven auf der Acrylverglasung erhöht die Akzeptanz des Bettes und fördert die visuelle Wahrnehmung. Zudem regt es die Phantasie der Kinder an. 

Von diesem KayserBett gibt es zwei AusfĂŒhrungen. NĂ€mlich Timmy I mit der Gitterhöhe 65 cm und Timmy II mit 43 cm hohen Gittern. Jeweils alle vier Seitengitter sind in mehrere Positionen absenkbar. Somit können pflegerische Maßnahmen auch vom Kopf- oder Fußteil aus durchgefĂŒhrt werden. 

Es ist gut geeignet zur pflegerisch-medizinischen Versorgung von schwersterkrankten und behinderten Kindern, die z.B. beatmet werden mĂŒssen. Durch abnehmbare Pfosten (optional) eignet sich dieses Kinderpflegebett ebenso hervorragend als Therapieliege – Vojta, Bobath. 

Timmy I ist, in Kombination mit einem elektrischen Einlegerahmen, höhenverstellbar von 74 cm auf 114 cm und Timmy II von 64 cm bis 104 cm Oberkante Matratze. 

StandardmĂ€ĂŸig sind die Timmy-Betten mit 13,5 cm hohen Bremsrollen ausgestattet. Wenn sie mit einem Lifter unterfahrbar sein sollen, dann werden evtl. 16,5 cm hohe Bremsrollen benötigt. 

Alle Liegehöhen reduzieren sich um 11,5 cm wenn keine Bremsrollen montiert werden. In diesem Fall wird eine Pfostenerhöhung von 2 cm benötigt. 

Bei der Belastbarkeit von 150 kg kann eine erwachsene Person gleichzeitig mit dem Kind im Bett verweilen.

Quelle: https://www.auforum.ch/themen/pflegebetten-fuer-kinder.html#timmy

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