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Meine Therapien

Meine Therapie

Momentan bekommt kommen drei verschiedene Therapeuten zu Noémie nach Hause!

Frau Brüggemann von der Heilpädagogische-Frühförderstelle in Arnsberg arbeitet eine Stunde in der Woche, Frau Aßmuth kommt eine Stunde in der Woche von der „Von-Vincke-Schule Soest, Westfälische Schule für Blinde und Sehbehinderte“ , und die Krankengymnastik Frau Opalka kommt zwei Mal in der Woche und leitet Eltern sowie Krankenschwestern in der Vojta-Therapie (siehe unten) ein.

Verschiedene Therapien sind noch in Planung, sowie Tomatistherapie, Reittherapie, Musiktherapie sowie eine Delphintherapie…

Frühförderung

Frühförderung von Kindern heißt, Auffälligkeiten oder Beeinträchtigungen bei Säuglingen und Kleinkindern rechtzeitig zu erkennen. Denn je eher eine Früherkennung und damit eine Frühförderung einsetzt, desto sicherer können bleibende Schäden in der Entwicklung vermieden werden. 

Frühförderung ist ein System von Hilfeangeboten, dessen Aufgaben in der Früherkennung, der Beratung und Begleitung von Eltern, der Frühdiagnostik und der frühen Förderung von in ihrer Entwicklung gefährdeten Kindern im Säuglings-, Kleinkind- und Kindergartenalter bestehen. 

  • es ein „Risikokind“ ist (z.B. Frühgeburt, Sauerstoffmangel…), 
  • seine Sinne und Wahrnehmungsverarbeitung beeinträchtigt sind (z.B. Sehen, Hören, Tasten, Gleichgewicht, Körpergefühl), 
  • es sich beim Greifen, Aufrichten, Krabbeln, Sitzen, Laufen, Sprechen oder Lernen anders entwickelt als Gleichaltrige, 
  • es in seinem Bewegungsverhalten durch häufiges Stolpern, Ungeschicklichkeit, Unruhe oder Bewegungsvermeidung auffällt, 
  • das Kind wenig Lust und Ausdauer beim Spielen hat und sich schlecht konzentrieren kann, 
  • eine geistige und/oder körperliche Behinderung vorliegt oder vermutet wird. 

Wichtige Förderziele sind zum Beispiel:

  • Förderung von Wahrnehmung, Bewegung, Interaktion, Kommunikation, Sprache, 
  • Vermittlung von Kompensationstechniken, 
  • Entwicklung lebenspraktischer Fähigkeiten, 
  • Unterstützung bei der sozialen Entwicklung. 

Frühförderung als ganzheitliches und interdisziplinäres System von Hilfen umfaßt folgende Angebote: 

  • Diagnostik, 
  • Therapie, 
  • Pädagogische Förderung, 
  • Beratung, Anleitung, 
  • Stützung der Eltern. 

Frühförderung ist für alle Familien kostenfrei und findet in der Regel einmal wöchentlich statt. Sie wird als Einzel- oder Gruppenförderung angeboten und erfolgt in Absprache und Zusammenarbeit mit anderen Therapeuten, Kinderärzten, Kliniken, Beratungsstellen und weiteren Institutionen. 

(Quelle: Deutscher Familienverband Landesverband NRW)

Seh-frühförderung

Je früher blinde oder sehbehinderte Kinder eine gezielte pädagogische Förderung erfahren, um so größer ist die Chance, die Entwicklung des Kindes positiv zu unterstützen. Mit der richtigen Hilfe können Entwicklungsstörungen oder Entwicklungsverzögerungen abgemildert oder korrigiert werden. Solche Hilfen bietet die pädagogische Frühförderung der von-Vincke-Schule Soest allen blinden und sehbehinderten Kindern im Vorschulalter, also von Geburt an bis zur Einschulung. Außerdem helfen sie deren Eltern, die Entwicklung der Kinder zu unterstützen. Die Sonderpädagoginnen und -pädagogen der von-Vincke-Schule bieten u.a.: 

  • Regelmäßige Besuche im Elternhaus oder im Kindergarten
  • Vorschulgruppe
  • Eltern-Kind-Kurse, Spielangebote für Eltern und Kinder
  • Elterngesprächskreise
  • Beratung von Erzieherinnen und Erziehern in Kindergärten oder Sonderkindergärten
  • Zusammenarbeit mit anderen Frühförderstellen, Medizinern, Kliniken, Therapeuten und Behörden
  • Beratung und Unterstützung bei der Einschulung

(Quelle: von-Vincke-Schule Soest)

1. Wann ist Sehfrühförderung sinnvoll?

Bei Kindern,…

• die nicht oder nur kurz fixieren können

• denen es schwer fällt, Objekte oder Licht mit den Augen zu verfolgen

• deren Augen organisch nicht gesund sind (z.B. Grauer Star, Grüner Star, hohe Kurz- oder Weitsichtigkeit etc.)

• deren Gehirn Seheindrücke nicht verarbeiten kann

• deren Sehschärfe unter 30% der normalen Sehschärfe liegt Sehfrühförderung

2. Warum ist Sehfrühförderung wichtig?

• Weil das Sehen einer unserer wichtigsten Sinne ist.

• Weil die Sehentwicklung eng mit dem Bewegungslernen, der Raumvorstellung, dem emotionalen Lernen und dem Spracherwerb eines Kindes in Zusammenhang steht.

• Weil es sich für das Kind lohnt, hinzuschauen.

• Damit sich eine Sehwahrnehmung entwickeln kann.

• Damit die Fixation erlernt bzw. gefestigt werden kann.

• Damit das Kind sein Sehen entwickeln kann.

(Quelle: Beratungsstelle für Sehbehinderte, Blinde und mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche – Waldkirch)

Krankengymnastik nach Vojta

Die Entdeckung einer TherapieformDie von dem Kinderneurologen Prof. Dr. Vojta Anfang der 50-iger Jahre entdeckte, und seitdem systematisch weiterentwickelte Reflexlokomotion (auch Reflexfortbewegung genannt), findet heute ein breites therapeutisches Anwendungsgebiet.Diese Therapieform wurde auf empirische Weise gefunden, indem Vojta motorische Reaktionen des gesamten Körpers auf definierte Reize in bestimmten Körperlagen beobachtete. Er stellte fest, dass Teile der hierbei entstehenden dynamischen Muskelaktivitäten in nahezu allen menschlichen Fortbewegungsarten wieder zu finden sind. Was ist Reflexlokomotion und was bewirkt sie ?Der Reflexlokomotion liegen „globale Muster“ zugrunde, die von Vojta 1954 entdeckt wurden. Die Bezeichnung globales Muster bezieht sich auf motorische Reaktionen, die unter Anwendung der Reflexfortbewegung erscheinen. Hier wird die gesamte Skelettmuskulatur des Körpers in einer bestimmten Koordination aktiviert und das Zentralnervensystem in allen seinen Schaltungsebenen angesprochen.Neben der Skelettmuskulatur wird auch die mimische Muskulatur, die Augenbewegung, der Schluckvorgang, die Blasen-Mastdarm-Funktion und die Atmung aktiviert. Diese gesetzmäßig ablaufenden motorischen Reaktionen werden durch bestimmte Reize in bestimmten Körperlagen (Rücken-, Seiten-, Bauchlage) ausgelöst und sind jederzeit reproduzierbar. Sie enthalten motorische Bestandteile der menschlichen Bewegungsabläufe wie Greifen, Umdrehen, Robben, Krabbeln und Gehen.Die globalen Muster stellen die Grundlage der motorischen Rehabilitation von Säuglingen, Kleinkindern, Jugendlichen und Erwachsenen dar.

Ziel der therapeutischen Anwendung der Reflexlokomotion ist, die automatische Steuerung der Körperhaltung, die Stützfunktion der Extremitäten und die dafür erforderlichen koordinierten Muskelaktivitäten zu bahnen. Diese Fähigkeiten sind bei jeder zentralen und peripheren Schädigung des Nervensystems oder Bewegungsapparates mehr oder weniger gestört.Die sich daraus entwickelnden pathologischen Ersatzmuster können mittels der Reflexlokomotion umgestaltet und damit in ihrer Ausprägung reduziert oder sogar verhindert werden. Die Anwendung der Reflexlokomotion beim Säugling  Im jungen Säuglingsalter wird die Reflexlokomotion im Rahmen der Frühbehandlung angewendet und zeigt in diesem Alter die besten Ergebnisse. In diesem Alter ist die Plastizität, sprich Formbarkeit des Zentralnervensystems noch sehr groß. Eine pathologische Motorik mit Ersatzmustern hat sich noch nicht entwickelt.Hier ist sozusagen die „Zugriffsmöglichkeit“ auf normale Bewegungsmuster lediglich blockiert.Bei der Anwendung der Reflexlokomotion werden koordinierte Muskelaktivitäten und Bewegungsmuster ausgelöst, die in der normalen motorischen Entwicklung wiederzufinden sind, einem Kind mit zerebralparetischer Bedrohung aber in seiner spontanen Bewegung nicht zur Verfügung stehen.Diese Muskelaktivitäten und Bewegungsmuster werden dem Zentralnervensystem praktisch „zeitlich vorgezogen“ angeboten und stehen später als „Bausteine“ zur Verwirklichung der sich entwickelnden Motorik zur Verfügung.Es muss betont werden, dass die Reflexlokomotion in keinster Weise Bewegungsfunktionen, wie z.B. das Greifen oder das Umdrehen vom Rücken auf den Bauch, übt. Sie führt dazu, dass das Zentralnervensystem die dafür notwendigen Muskelaktivitäten und einzelne motorische Teilmuster schaltet. Zur tatsächlichen Ausführung der Bewegungen sind dann neben der rein motorischen Funktion auch die geistige Reife und die Motivation des Kindes nötig.  Dosierung und ZusatzinformationenDie Verordnung zur Durchführung der Vojta-Therapie wird grundsätzlich vom behandelnden Arzt getroffen.Die Therapiedurchführung obliegt einem in der Reflexlokomotion weitergebildeten und zertifizierten Physiotherapeuten. Er wählt anhand des vorliegenden Befundes des Patienten die entsprechenden Ausgangsstellungen und zur Anwendung kommenden Zonen aus. Das so entstandene „Therapieprogramm“ wird regelmäßig kontrolliert und der motorischen Entwicklung des Patienten angepasst.In der Behandlung des Säuglings, Kindes und Jugendlichen werden die Eltern in aller Regel in der Durchführung der Reflexlokomotion angeleitet.
Die Therapie wird optimalerweise 4 Mal Täglich angewendet.  EntwicklungskonzeptBereits das Neugeborene verfügt über einen klar definierten und damit vorhersagbaren Vorrat an Bewegungsmustern. Sie sind ein Ausdruck der stammesgeschichtlichen Entwicklung des Menschen.Zum Zeitpunkt der Geburt können diese „motorischen Programme“, die vom Zentralnervensystem bereitgestellt werden, jedoch zunächst nur begrenzt in Form zielgerichteter Bewegungen verwirklicht werden. So kann das Neugeborene z.B. den Kopf noch nicht heben, sich in der Bauchlage noch nicht auf die Ellenbogen stützen, sich noch nicht drehen, noch nicht gezielt greifen usw.Die Verfügbarkeit der angeborenen Bewegungsmuster erscheinen beim gesunden Kind in der Regel innerhalb des ersten Lebensjahres, indem es immer weiter gestreckte Ziele zu erreichen sucht. Dabei muss es sich in immer differenzierterer Weise mit der Schwerkraft, die unter Normalbedingungen auf den Menschen einwirkt, auseinandersetzen.Das Ausmaß, des zu einem bestimmten Zeitpunkt der Entwicklung Erreichbaren, wird durch das Aufrichtungsniveau bestimmt. Ausdruck dieses Aufrichtungsniveaus sind z.B. der symmetrische Ellenbogenstütz, der Einzelellenbogenstütz, das Sitzen, das Stehen mit Unterstützung, das freie Gehen, das Hüpfen auf einem Bein usw.Das jeweilige Aufrichtungsniveau wird durch ein präzise abgestimmtes Verhältnis von Haltungs- und Bewegungsanteilen gekennzeichnet. In der Beurteilung der Bewegung kommt dem Haltungsanteil eine hohe, in der Praxis oft vernachlässigte Bedeutung zu. Es gilt: „Jede Bewegung beginnt und endet in einer Haltung. Die Haltung folgt der Bewegung wie ein Schatten“ (MAGNUS, 1924). Der Haltungsanteil nimmt mit steigendem Aufrichtungsniveau gegenüber dem Bewegungsanteil ständig zu. UntersuchungsgangIn der neurokinesiologischen Diagnostik nach VOJTA werden die Haltungs- und Bewegungs- anteile in ihrem Gesamtzusammenhang (als sogenanntes „globales Muster“) und vor dem Hintergrund des erreichten Aufrichtungsniveaus beurteilt.Eingeschätzt wird zuerst die spontane Bewegung des Kindes in Rückenlage und in Bauchlage.Quantifizierbare Aussagen zum Aufrichtungsniveau, das das Kind erreicht hat, und zur Qualität des globalen Musters werden durch die Prüfung der sieben Lagereaktionen gewonnen. Auf dieser Grundlage wird eine Beziehung des Befundes zur höchstmöglichen Qualität, dem „idealen Muster“, hergestellt. Abweichungen werden als „Zentrale Koordinationsstörung“ unterschiedlichen Grades bezeichnet.Als drittes wesentliches Element in der Diagnostik wird darüber hinaus die Dynamik der Neugeborenenreflexe (auch als „Primitivreflexe“ i.S. ursprünglicher Reflexe bezeichnet) berücksichtigt. Diese wichtigen Reaktionen des Nervensystems sind unter den Bedingungen der normalen Entwicklung nur innerhalb eines begrenzten Zeitraumes (sogenannter „Wartezeiten“) während der ersten Lebensmonate zu beobachten. (z.B. Moro-Reaktion, Rooting-Reaktionen, Streckreflexe, Hand- und Fußgreifrelex, Galant-Reflex usw.).Eine Bewertung der Untersuchungsergebnisse im Hinblick auf ihre prognostische Bedeutung, aus der auch die Indikationsstellung für die krankengymnastische Behandlung nach VOJTA resultiert, unterscheidet zwischen der in besonders ausgeprägter Weise wandlungsfähigen Zentralen Koordinationsstörung, der zerebralparetischen Bedrohung und der manifesten Zerebralparese. Konsequenzen der UntersuchungMit Hilfe des Untersuchungsganges ist es möglich, bei einem Säugling in kurzer Zeit zu einer klaren und reproduzierbaren Entwicklungsbeurteilung, die eine Aussage zum erreichten Entwicklungsalter und zum Grad der Entwicklungsbedrohung erlaubt, zu gelangen.Die präzise Bestimmung, der nicht oder nur begrenzt zugänglichen Teilmuster, (nach VOJTA: blockierte Teilmuster) in Haltung und Bewegung sind entscheidend für den therapeutischen Ansatz.Dieser ist darauf gerichtet, mittels einer gezielten Erregungszufuhr zum Zentralnervensystem eine „Deblockierung“ zu erreichen und auf diese Weise Zugang zu Bewegungsmustern zu erlangen, die im Sinne der Entwicklung normal oder der Normalität angenähert sind.Der Effekt der Behandlung ist abhängig von deren frühzeitigem Beginn, Grad der Schädigung, vom Ausmaß der „Blockierung“, von der Übungsintensität und von der Effizienz der Umsetzung. In der Regel werden die Eltern in der Behandlungstechnik an ihrem Kind durch eine speziell ausgebildete Physiotherapeutin unterwiesen und supervidiert. Die Eltern übernehmen den maßgeblichen Anteil an der Therapie, deren Dauer sich zumindest über mehrere Wochen erstreckt.Zu Beginn der Behandlung werden auf der Grundlage der o.g. Diagnostik Zielstellungen formuliert. Diese richten sich nach dem Befund.Auch bei Patienten mit manifesten zerebralen Bewegungsstörungen kann das Aufrichtungsniveau eindeutig beschrieben werden. Auf diese Weise ist es möglich, Analogien zu Entwicklungsetappen aufzuzeigen, die im Rahmen der kindlichen Normalentwicklung einem bestimmten Alter zugehörig sind. Eine dementsprechende Verfahrensweise ist z.B. hilfreich für die Erstellung von Rehabilitationskonzepten, deren Zielstellungen und deren Effizienz im weiteren Verlauf objektiviert werden können. 

(Quelle „Internationale Vojta Gesellschaft e.V.)

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